Mit unserem Engagement setzen wir uns für eine positive Ausrichtung in unserer Gesellschaft ein. Wir möchten erreichen, dass wertschätzende Kommunikation und kooperierendes Verhalten, Muße und Entschleunigung, Kreativität und Achtsamkeit sowie gegenseitige Ermutigung und Unterstützung allgemein angestrebte Ziele sind.

In besonderer Weise liegt uns das Miteinander der Kulturen und die Inklusion der geflüchteten, vertriebenen und überlebenden Menschen am Herzen.

Unser Ziel:
Die Idee der Salutogenese (Entstehung von Gesundheit, mehr dazu s.u.) erzeugt ansteckende Wirkung, die „"weichen" Faktoren“ des Lebens erhalten mehr Akzeptanz, eine Kultur der Gesundheit etabliert sich.

Wir sind davon überzeugt, dass auf diese Weise viel Leid in Form von Erschöpfung, Depression, Burnout und sonstigen stressbedingten Erkrankungen gelindert bzw. vermieden werden kann. Und es werden schöpferische Potentiale zur nachhaltigen Zukunftsgestaltung und zur Lösung der drängenden Fragen dieser Zeit frei.

Unser Forum wurde also gegründet, um folgenden Fragen auf den Grund zu gehen:

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Was wäre, wenn immer mehr Menschen stimmige Lebens- und Arbeitswelten, Nachbarschaften und Umwelten gestalten würden anstatt sich ausschließlich mit Reparaturmassnahmen für Probleme, Krankheiten und Defizite jeglicher Art zu beschäftigen?

* Wie würde sich eine solche konsequent ressourcenorientierte Sichtweise auswirken, in der wir uns zum Ziel setzen, Gesundheit und Verbundenheit erzeugende Erfahrungen für Mensch und Natur zu gestalten?

* Wie würde sich unsere Lebensqualität verändern, wenn es uns gelänge, die entdeckten individuellen und gemeinschaftlichen Ressourcen auf nachhaltige Weise einzusetzen und andere Menschen dazu zu ermutigen, in ähnlicher Weise zu handeln?

Diese Fragen sind wesentliche Basis unserer Initiative. Die Ideen der Salutogenese wie auch der positiven Psychologie bieten dazu einen theoretischen Hintergrund.

Gesundheitskultur
Das Rahmenkonzept der Salutogenese (lat. Entstehung von Gesundheit) geht auf den Stressforscher und Medizinsoziologen Aaron Antonovsky zurück. Dieses Konzept gewinnt in neuerer Zeit zunehmend an Bedeutung. Es liefert umfassende Impulse für eine erweiterte, ganzheitliche Sicht auf das Thema Gesundheit, indem es fragt, wie sich einzelne Menschen, aber auch Organisationen und ganze Gesellschaften gesund entwickeln können.

Gesundheit wird im salutogenetischen Sinne als ein Prozess betrachtet, der sich kontinuierlich immer wieder neu auf die Erfahrung von stimmiger Verbundenheit (Kohärenz) in allen Bereichen des persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Lebens ausrichtet. Das sog. Kohärenzgefühl mit seinen Komponenten Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit steht im Zentrum des Salutogenesekonzeptes. 

Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die Erkenntnisse der positiven Psychologie, die auf Martin Seligman zurückgehen und an denen seit Jahrzehnten intensiv geforscht wird.